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Mittwoch, 12. Februar 2014

Morgane le Fay - Blue

Ein Zustand von Verzauberung

Blue - MORGANE LE FAY 


Gleich nach dem Öffnen des Flakons, tauche ich ein, in eine Welt der Feen, Zauberer und Magier.

Mit einer anfänglichen pfeffrigen Explosion, lasse ich einen kapriziösen Geist aus der Flasche, der mich auf eine Reise nach Avalon entführt.

Ich sehe in der blauen Abenddämmerung einen Garten, der in weiße Nebelschwaden gehüllt und sich am Rand eines Waldes befindet.

Mondlicht fällt auf einem umgefallenen Baumstumpf, auf dem ich mich niederlasse, um weitere Gerüche wahrzunehmen.

Es duftet sehr komplex, der umgefallene Baumstumpf verströmt ein trocken holziges Aroma, fast balsamartig und umgeben von grasig grüner Frische.

Ich blicke auf eine Garten, indem geheime Zauberpflanzen und magische Kräuter wachsen, umzäunt von vielen weißen Blüten, die einen magischen Duft verströmen.

Irrlichter flackern hier und da auf.

Libellenartige Wesen schwirren über meinem Kopf. Es sieht aus, als ob sie im Fluge tanzen.

Kleine fluoreszierende Körner fallen herab und schmeicheln meinem Geruchsinn.

Eine angenehme Wärme, sowohl unschuldig als auch sinnlich breitet sich aus, es riecht nach Sandelholz mit einem leichtem Hauch Weihrauch.

- Ein Feenwerk - 

Duftnoten:
Galbanum, Maiglöckchen, rosa Pfeffer, Jasmin, Rose, Ylang-Ylang, Benzoe, Moschus, Sandelholz, Weihrauch


Fee Morgana 


Ein sehr tiefgründiger und komplexer Duft, der durch das Galbanum in der Kopfnote eine schärfere (leicht pfeffrig) grüne Note besitzt, jedoch nicht stechend. Und fließend in die Herznote übergeht. Hier betört ein fein abgestimmtes Bouquet aus weißem Jasmin und Ylang Ylang, mit einem leichten Rosenduft. Auslaufend in eine Basis von einem Sandelholz-Styrax Gemisch, würzigem Weihrauch (dezent) und dem Moschus, der eine sinnliche Wärme gibt.


Music for fun:

Freitag, 23. August 2013

SENSUAL ORCHID - LM PARFUMS


Sensual Orchid - LM PARFUMS

Der Kuss des Kolibris

Den Kelch geöffnet, so weiß wie Alabaster
Fragile Pracht, ein Atemzug, ein Flügelschlag des Kolibris
Prall gefüllt mit saftig, süßem Nektar.
Oh, Glückseligkeit im Augenblick...ich liebe Dich.
von Strawberry



Die Orchidee verkörpert die Weiblichkeit und der Kolibri die Männlichkeit und zaubert die zarteste Erotik. Wunderschön zu wissen, dass des Kolibris Schwanzfedern unterschiedliche Töne erzeugt, je nachdem wie schnell er fliegt, und im Sturzflug seinem Weibchen zu imponieren, singen seine Federn.
Ein schönes Bild für ein schönes Parfum, das vielschichtig, ausgewogen und edel ist. Fernab von verrucht und schon gar nicht ladylike, sondern sinnlich erotisch, ihr lest richtig, denn diese Parfum ist für mich erotisch, wie eine zweite Haut, man trägt es und manchmal wird man getragen, in bestimmten Augenblicken.

Jerome Epinettes Orchideen-Interpretation habe ich für mich so verstanden und habe bewusst keine Rezension oder Werbetrommel gelesen oder mir angeschaut. Ich wollte den Duft verstehen und es hat gedauert bis ich ihn liebte.

Alltagsduft? Puh, weit gefehlt, er ist zwar kein lautes Parfum, aber hört und schaut Euch mal das Video von Lisa Fischer - How can I Ease the pain - an, und ihr könnt erahnen, wie ich dieses Parfum interpretiere. Er ist nicht einfach nur elegant-blumig, sondern schon ein verzehrender Kuss in der Kopfnote, prall gefüllt mit einer schweren üppigen Süße des Fruchtnektars der Mandarine. Zartes Neroli sorgt dafür, dass die Mandelnote nicht zu süß wird.

So und jetzt kommt es, mitten ins Herz und es wird absolut sinnlich. Blütenträume, überbordend in Begleitung des Heliotrops, dicht miteinander verwoben mit einer mitreißenden strahlenden Präzenz, jedoch gleitend sanft, wie ein zweiter Kuss auf samtene Haut. Ich kann nicht eine Blüte bestimmen, es ist sehr gut gemacht und exakt ausgewogen.

Alles in allem endet in einer absolut harmonischen Basis, der dritte Kuss. Es riecht wie schwarzer Samt, balsamisch harzig. Edle Hölzer und Moschus fehlen nicht und eine dezente, herbe Vanille im Hintergrund gibt eine cremige Leichtigkeit hinzu.

Sensual Orchid, sensual enjoyment -der Name wird dem Duft gerecht. Sinnlichkeit einer Orchidee, die eine anziehende weibliche Erotik ausstrahlt. Ein sehr hochwertiger Duft und die Haltbarkeit ist enorm, das spricht unbedingt für kostbare, erlesene Ingredienzien.

Der Flakon ist schlicht, edel und schwarz. Die Verpackung ist in schwarzem Samt gehüllt und verleiht eine schöne Optik.

Duftnoten
Kopfnote: Mandarine, Mandel, Neroli
Herznote: Heliotrop, Jasmin, Orchidee, Pfingstrose, Ylang Ylang
Basisnote: Benzoe, helle Hölzer, Labdanum, Moschus, Vanille, weiße Zeder

Music for fun:


Mittwoch, 21. August 2013

Kisu - TannRokka


KISU - TannRokka
Wind
der um den Fuji weht
könnt ich doch einen Hauch von dir
in meinem Fächer
mit nach Hause nehmen
von Matsuo Bashô

Dieses Haiku (japanisches Kurzgedicht) beschreibt die Sinnlichkeit und Erotik, die dieses Parfum ausstrahlt. Ein ungewöhnlicher und mystischer Duft, dessen Duftverlauf nicht einfach mit Worten zu beschrieben ist.

Der Duftverlauf: Am Anfang noch etwas frische (aquatischer Akkord) und dezente florale (Ylang Ylang) Noten. Im Herzen holzig (rosenähnlich) und balsamisch. Der Übergang ist fließend in eine weiche holzige Wärme.

Die Inspiration für den Duft war das ausgefeilte japanische Baderitual -Onsen-, welches in diesem Duft, m.E. überaus passend umgesetzt wurde.

Ein Baderitual, bei dem Noten von Ylang Ylang, Zedernholz, Moschus und marine Akkorde frei werden. Ungemein reizvoll, ist ein Rotemburo, ein Freiluft Onsen, hoch in den Bergen oder mit Blick aufs Meer. Das Wasser im Onsen, weist einen bestimmten Gehalt an Mineralien auf. Das erklärt vielleicht die marinen, bzw. aquaischen Akkorde in der Kopfnote.

Zum stilvollen Baden werden einige Utensilien benötigt, wie Schemel und Waschschüssel, hier demnach aus Rosenholz hergestellt. Der Name Rosenholz leitet sich vom rosenähnlichen Duft eines frisch aufgeschnittenen südamerikanischen Edelholzes ab, das Bahia.
Der Geruch einer wohlriechenden Essenz liegt in der Luft. Ätherisches Aromaöl Ylang Ylang verdampft in einer Schale.

Die japanische Badewanne ist in der Regel aus Holz erstellt, oft mit dem Blick auf den künstlerisch gestalteten Garten. Besonders stilvoll sind die Bäder aus Zypressenholz. Als Zedernholz bezeichnetes Holz stammt dagegen von einigen Arten der Zypressengewächse (goboku-Hölzern) ab, welche im Unterschied zu echten Zedern einen sehr starken, aromatischen Eigengeruch und auch einen hohen Anteil an ätherischen Ölen besitzen.

Und der Moschus verleiht hier Sinnlichkeit und Wärme.


Duftnoten

Kopfnoten: aquatische Noten

Herznote: Rosenholz, Ylang Ylang

Basisnote: Moschus, Zedernholz


Music for fun & relax...


Montag, 19. August 2013

HiROKO KOSHiNO - HiROKO KOSHiNO


HiROKO KOSHiNO - HiROKO KOSHiNO

良い一日日本

„Eine völlig japanische Ästhetik...”

Dieses Parfum ist exquisit, meditativ und zutiefst schön. Es transportiert auf einzigartige Weise typisch japanische Dufteindrücke.

Es öffnen sich Tore in eine sinnliche Welt und man befindet sich sitzend in einem typischen Teehaus umgeben von einem kleinen japanischen Garten, indem buschige Moschusmalven am Rand eines Pfades wachsen.

Auf einem lackierten Tisch, wo ein kleines Weihrauchgefäß platziert ist, wird eine Tee-Zeremonie vorbereitet. Traditionelles grünes Matcha Gebräu vermischt sich mit den zarten Spuren des brennenden Weihrauchs. In der Nähe liegt ein kleines Wasserbecken, ein Lotus-Teich.

Von einem kleinen Fenster, bestückt mit dünnen Holzleisten, weht ein Geruch von Zedernholz entgegen. Im Raum befindet sich ein kleines arrangiertes Blumengesteck mit duftenden Rosen und weißen Blumen.

Hiroko Koshino, eine der bekanntesten japanischen Modedesignerinnen, hat auch Erfahrung im Bereich Architektur. Eng an die traditionelle japanische Kultur angelehnt ist das Parfum der Ausnahmedesignerin.

Bei dem Duft kommen mehrere Schichten heraus: Grün durch die Noten von grünem Tee, Ambrettesamen (Moschusmalve/Moschuskörner*)
, und der schwarzen Johannisbeere, floral, holzig-balsamartig in Rosen getaucht und Moschus. Eine kleine Spur von Weihrauch und Tonkabohne rundet alles dezent ab. 

Während des Duftverlaufs, begleitet immer eine leichte grüne fruchtige Note mit.
Nicht sonderlich auffällig, aber sehr angenehm.

Der rotlackierte Flakon erinnert an einen Kieselstein, den man sowohl hinlegen als auch aufstellen kann.
Duftnoten
Kopfnote: grüner Tee, Lotus, schwarze Johannisbeere
Herznote: Freesie, Maiglöckchen, Rose, weiße Blumen, Zedernholz
Basisnote: Ambrettesamen, Kristallmoschus, Tonkabohne, Weihrauch

*Moschuskörneröl (Abelmoschus, Moschatus - es ist ein pflanzlicher Moschus), das Öl wird durch Destillation aus den Samenkörnern der Pflanze gewonnen und verleiht einer Duftkreation eine warmen, tiefen süssen Moschusduft.

Music for fun: 






Sonntag, 11. August 2013

La Danza delle Libellule - Nobile 1942


Nobile 1942 - La Danza delle Libellule
                                    
"Libellentanz - Le Tre Grazie"
...oder wie kommt der Apfel in den Duft?

Im Jahr 1922 entstand die Neufassung der italienischen Operette "La danza delle Libellule", Untertitel "Die drei Grazien". (Musik komponiert von Franz Lehàr, Aufführung in Wien, Stadttheater)

Eines der bekanntesten Gemälde von Raffael (1504-1505, Museè condé in Chantilly), zeigt die drei Grazien. Sie wurden meist unbekleidet, sich gegenseitig berührend, mit einem Apfel in der Hand abgebildet.

Auch immer wieder ist der Apfel in der Malerei und Grafik des 20. Jahrhunderts zu finden.

Bekannt ist vor allem der Apfel, der bereits in der griechischen Mythologie eine bedeutende Rolle spielte. Er war dort eng mit Venus (griech. Aphrodite), der Göttin der Liebe, verbunden und wurde als Liebssymbol angesehen. Im Verlauf des Mittelalters wurde der biblische Baum der Erkenntnis gleich gesetzt, und der Apfel selbst wurde somit zum Symbol der Verlockung dieser Welt.

Ob aber wirklich am Anfang der Apfel war, bleibt fraglich.

In diesem Pafum ist er es. Ein aromtischer, genussvoll duftender Apfel trifft auf eine Hesperidenfrucht in der Kopfnote. 

Auch in der Venus-Ikonografie, erlangen die Hesperidenäpfel an Bedeutung. Eine Andeutung auf den Auftakt des Duftes?

Der Apfel bleibt bis ins Herz ein Protagonist und vereinigt sich hervorragend mit einer frisch aufgeschnittenen Zedernholznote, die eine Nebenrolle einnimmt. Einige Statisten, wie Zimt, Kokosnuss und Moschus gesellen sich dazu, die man gar nicht wahrnimmt. Sie dienen nur um das Gesamtbild abzurunden und den Duft sehr weich und sanft erscheinen und in einer nicht zu süssen Vanillebasis ausklingen zu lassen. Fast schon dezent an einem sogenannten Gourmanddduft vorbei.

Dieses Parfum braucht Zeit und mit einem einmaligen Testen wird man ihm nicht gerecht, um es wirklich zu entdecken, muss es einen in unterschiedlichsten Stimmungen begleiten. Wie ein wunderbares Musikstück, welches Emotionen in uns hervorrufen vermag. Erst nach einer gewissen Zeit, weiss man, dass dieses Parfum nicht nur ein Apfelduft im Vanillebett ist.

Das Unternehmen Nobile 1942 ist bekannt dafür, Düfte aus reinen und natürlichen Essenzen, mit einer Tiefe und komplexen Struktur der Aromen zu entwerfen und herzustellen. Dieser Duft ist weit entfernt, auch nur annähernd synthetisch zu riechen. 


Duftnoten

Kopfnote: Apfel, Bergamotte

Herznote: Zedernholz, Zimt

Basisnote: Kokosnuss, Moschus, Vanille


Music for fun: 


Vanille, Vanille, Vaniiiiiiiiiillllle.....Fortsetzung folgt, hehe